Bizzarrini GT 5300 Oldtimer: Der bessere Ferrari?

roter Bizzarrini 5300 GT Oldtimer

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roter Bizzarrini GT 5300 Oldtimer

Der Bizzarrini GT 5300 Oldtimer gehört zu den exklusivsten und faszinierendsten Sportwagen der 1960er Jahre. Entwickelt von dem legendären Ingenieur Giotto Bizzarrini und gezeichnet vom Großmeister des Designs, Giugiaro, verbindet dieses Modell kompromisslose Rennsporttechnik mit italienischem Design und amerikanischer V8-Power. Ob als Bizzarrini GT Strada 5300 für die Straße oder als kompromissloser Bizzarrini GT Corsa 5300 für die Rennstrecke – der GT 5300 ist ein Meilenstein der Automobilgeschichte. Mit Wurzeln im Iso Grifo A3/C bietet dieser Bizzarrini-Oldtimer heute nicht nur Sammlerwert, sondern auch einen hohen emotionalen Reiz für Liebhaber klassischer Gran Turismo.

Auf und ab mit Happyend: Bizzarrini GT 5300 Oldtimer

Die Geschichte des GT 5300-Oldtimers beginnt in den frühen 1960er Jahren, als Giotto Bizzarrini, ehemals Chefentwickler bei Ferrari, sich nach Auseinandersetzungen mit Enzo Ferrari selbstständig machte. Der als Vater des Ferrari 250 GTO geltende Bizzarini gründete sein eigenes Ingenieurbüro und arbeitete zunächst für Iso Rivolta. Dort entwickelte er den Grifo A3/L (L für »lusso«, deutsch: Luxus). Zur gleichen Zeit arbeitete Bizzarrini an einer extremen Version des Luxuswagens.

So entstand der Iso Grifo A3/C, ein Rennwagen mit amerikanischem V8-Motor und italienischem Chassis. Beide Versionen wurden 1963 auf dem Turiner Autosalon vorgestellt. Doch schon bald trennten sich auch die Wege von Bizzarrini und Iso, und der Italiener entschloss sich, den A3/C unter eigenem Namen weiterzuentwickeln. Es entstand ab 1965 der Bizzarrini GT 5300 – sowohl als Strada (Straßenversion) als auch als Corsa (Rennversion).

Sein Rezept: Den 5,3-Liter-V8 so tief und so weit wie möglich hinter der Vorderachse zu platzieren. Dazu kamen ein Monocoque-Fahrwerk und eine De-Dion-Hinterachse, die dafür sorgten, dass der GT 5300 dem Ferrari seiner Zeit überlegen war. Technisch gesehen könnte der Bizzarrini GT 5300 als Nachfolger des Ferrari 250 GTO gelten.

Der Wagen wurde vor allem für Langstreckenrennen konzipiert und beeindruckte bei den 24 Stunden von Le Mans 1965 mit einem Klassensieg. Trotz seiner Erfolge blieb die Produktion überschaubar, was den Bizzarrini GT 5300 Oldtimer heute zu einer seltenen Preziose macht.

Rasende Flunder mit Luftwiderstand 0,30

roter Bizzarrini 5300 GT America Oldtimer in Paris

Die nur 111 Zentimeter hohe Karosserie des Bizzarrini GT 5300 (Corsa nur 106 Zentimeter) stammt aus der Feder des Designmeisters Giorgio Giugiaro. Die extrem flache, keilförmige Karosserie wurde aus Aluminium gefertigt und wirkt auch heute noch aggressiv und modern. Die lange Motorhaube, die tief liegende Front und das knackige Heck unterstreichen den sportlichen Charakter dieses GT-5300-Oldtimers.

Das Interieur des Bizzarrini-Oldtimers ist funktional, aber hochwertig. Lederbezogene Sitze, ein sportliches Holzlenkrad und klassische Rundinstrumente prägen das Cockpit. Obwohl der Wagen für den Rennsport gebaut wurde, bietet er auch auf der Straße ein gewisses Maß an Komfort – zumindest in der Strada-Version. Bei der Corsa-Variante liegt der Fokus ganz auf Gewichtseinsparung und Performance. Besonderes Detail: Die Sitzposition ist aufgrund der Position des Motors stark zurückversetzt, was in Kombination mit der extrem flachen Front eine außergewöhnliche Fahrdynamik vermittelt.

Brachiale Gewalt: Chevy-V8 im Bizzarrini GT 5300 Oldtimer

Herzstück des Bizzarrini GT 5300 Oldtimers ist ein 5,3‑Liter‑V8‑Motor aus dem Hause Chevrolet. Der Small Block leistet in der Serienausführung rund 365 PS, in den Rennversionen (GT Corsa 5300) sogar bis zu 420 PS. Das Aggregat ist extrem zuverlässig und leicht zu warten – ein Vorteil der amerikanischen Großserientechnik.

Bizzarini selbst sagte einmal: „Besonders mochte ich den Corvette-Motor. Er war den Ferrari-Motoren überlegen, hatte zwar dieselbe Leistung, aber ein besseres Ansprechverhalten.“

Das Fahrzeug verfügt über ein manuelles 4‑Gang‑ oder 5‑Gang‑Getriebe (je nach Version) und eine perfekt ausbalancierte Gewichtsverteilung von 52:48. Grund dafür: Der Motor sitzt sehr weit hinten, fast in Mittelmotorposition. Das Fahrwerk basiert auf einer Einzelradaufhängung mit Schraubenfedern und Scheibenbremsen rundum – für die damalige Zeit hochmodern. Der GT 5300 erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von über 280 km/h und war seinerzeit ein direkter Konkurrent für Ferrari und Lamborghini.

Für Sport und Reise: Bizzarrini GT 5300

Detail (Schriftzug) eines roten Bizzarrini GT 5300 Oldtimers

Der GT 5300-Oldtimer wurde in verschiedenen Ausführungen gebaut:

Bizzarrini GT Strada 5300

  • Straßenzulassung
  • Vollständig ausgestattet mit Lederinterieur, Heizsystem, teilweise Komfortfeatures
  • 365 PS

Bizzarrini GT Corsa 5300

  • Rennversion mit reduzierter Ausstattung
  • Leichtbaukarosserie, Überrollkäfig, Rennsitz
  • Bis zu 420 PS

Bizzarrini 5300 Spyder S.I.

  • Seltene Roadster-Version (nur drei Prototypen gebaut)
  • Offenes Fahrerlebnis, wurde auf Automessen gezeigt
  • Heute fast unbezahlbar

Iso Grifo A3/C

  • Technisch und optisch sehr ähnlich, aber noch unter Iso-Namen vertrieben
  • Ursprungsmodell des GT 5300

Lange häkeln für einen Bizzarrini-GT-5300-Oldtimer

Ein Bizzarrini GT 5300 Oldtimer ist ein hochkarätiges Sammlerstück und damit meist sehr gut gepflegt. Doch auch hier gibt es typische Schwachstellen:

  • Korrosion: Besonders an Aluminium-Stahl-Verbindungen (z. B. am Rahmen) möglich.
  • Elektrik: Je nach Umbauten kann es zu Problemen bei der Verkabelung kommen.
  • Karosseriepassungen: Einige Fahrzeuge wurden individuell aufgebaut – Toleranzen prüfen!
  • Bremsen und Aufhängung: Zustand der Komponenten bei restaurierten Fahrzeugen sorgfältig prüfen.

Dank des verwendeten Chevrolet-V8 ist die Ersatzteillage für den Antrieb sehr gut – viele Komponenten sind noch heute erhältlich. Schwieriger wird es bei spezifischen Bizzarrini-Teilen: Karosserieteile, Instrumente und originale Interieurdetails sind extrem rar und teuer. Aber Kosten sollten für Käufer eines Bizzarini GT 5300 kaum interessant sein.

Die Preise für einen Bizzarrini GT 5300 Oldtimer liegen heute je nach Zustand und Version bei:

  • Strada-Version: ab ca. 750.000 bis 1.000.000 Euro
  • Corsa-Version: über 1,2 Millionen Euro
  • Spyder S.I.: nicht unter 2 Millionen Euro, wenn überhaupt verfügbar

FAQ

Wie viel kostet ein Bizzarrini GT 5300 Oldtimer?

Ein gut erhaltener Bizzarrini GT Strada 5300 kostet derzeit zwischen 750.000 und 1.000.000 Euro. Die Rennversion GT Corsa 5300 kann über 1,2 Millionen Euro kosten. Der extrem seltene 5300 Spyder S.I. erreicht Preise von über 2 Millionen Euro.

Wie viele Bizzarrini GT 5300 wurden gebaut?

Die Angaben gehen weit auseinander und lassen sich kaum noch verlässlich nachvollziehen. Insgesamt sollen zwischen 78 und 147 Exemplare des Bizzarrini GT 5300 und des Iso Grifo A3/C gebaut worden sein. Davon nur drei Spyder-Prototypen. Die geringe Stückzahl macht ihn zu einem der exklusivsten Bizzarrini-Oldtimer überhaupt.

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