Ford F 1: Arbeitstier und Lifestyler!

Ford F 1 Oldtimer

Inhaltsverzeichnis

Restaurierter Ford F 1

Amerika 1948 – der Krieg ist Geschichte, die Wirtschaft boomt und der Bedarf an kleinen Lastwagen steigt. Bislang wurden Pickups auf Basis von Pkw-Fahrgestellen gebaut. Mit dem Ford F 1 kam der erste eigenständige Kleinlaster auf den Markt. Aus ihm entwickelte sich eine bis heute währende Erfolgsgeschichte. Die Nachfrage nach den robusten Fahrzeugen war so groß, dass sie in 16 verschiedenen Ford-Werken montiert wurden. Der Ford F wurde zum meistgebauten Pick-up in Amerika. Doch er war nicht nur als Arbeitstier entworfen. Er sollte auch den Durchschnittsamerikaner ansprechen und durch Fahrkomfort überzeugen. Der Lifestyle-Truck war geboren! Ford F 1-Oldtimer sind Kult!

Neustart mit dem Ford F 1

Ford F 1 Oldtimer

Nach dem Krieg stagnierte die Entwicklung der amerikanischen Automobilindustrie. Der Bedarf an Fahrzeugen aller Art war zwar gewaltig, jedoch wurden in den ersten Jahren meist Autos angeboten, die bereits vor dem Krieg produziert wurden. So verkaufte Ford, wie viele der Mitbewerber auch, Pickups auf Basis von Pkws. Ford wollte seine kleinen Transporter jedoch einem breiteren Publikum zugänglich machen. Bis dahin waren die Käufer Landwirte und Speditionen.

So kam es zur Entwicklung eines völlig eigenständigen Fahrzeugs, welches gleichzeitig der Start einer bis heute andauernden Erfolgsgeschichte wurde. 1947 lief der erste Pickup der F-Serie in Michigan vom Band.

Allein in die Entwicklung der Fahrerkabine steckte das Unternehmen eine große Menge Geld. Das brachte der Kabine den Beinamen „Million-Dollar-Cab“ ein. Verbessert wurden unter anderem Komfort, Nutzbarkeit, Praktikabilität und Größe. Das Fahrerhaus wurde mit dem neuen F 1 um knapp 18 Zentimeter breiter, und es gab mehr Kopffreiheit. Die Türen wurden etwa 7 Zentimeter weiter vorn montiert, um den Einstieg zu erleichtern. Auch am Lüftungssystem arbeitete Ford.

Doch nicht nur die Kabine war neu. Die gesamte Karosserie wurde neugestaltet. Die früher separaten Scheinwerfer fanden nun in den vorderen Kotflügeln Platz. Das neue „Gesicht“ der Pickups von Ford wurde der horizontale Kühlergrill. Die beim Vorgängermodell montierten zweiteiligen Frontscheiben wurden gegen eine neue, einteilige ersetzt. Der Fahrer wurde durch eine bessere Geräuschdämmung und bequemere Sitze verwöhnt.

Ford F für alle!

Ford Oldtimer

Die Baureihe F hat Ford für jeden Bedarf konstruiert. Der Ford F 1 stellt die kleinste Variante dar. Aufsteigend nach dem zulässigen Gesamtgewicht gab es die Bezeichnungen F 1 bis F 8.

TypZuladungGesamtgewicht
F 1500 Kg2.132 Kg
F 2750 Kg2.585 Kg
F 3750 Kg3.084 Kg
F 41.000 Kg/1.250 Kg3.402 Kg/4.536 Kg
F 51.500 Kg4.536 Kg – 6.577 Kg
F 62.000 Kg6.350 Kg – 7.257 Kg
F 72.500 Kg7.711 Kg – 8.618 Kg
F 83.000 Kg9.072 Kg – 9.979 Kg

Das erfolgreichste Modell war jedoch der F 1 mit seiner Pritsche von 1,98 Meter Länge. Die etwas größeren F 2 und F 3 besaßen eine Ladefläche von 2,44 Metern Länge und folgten dem F 1 in den Verkaufszahlen.

Ein kleines Facelift erhielt der Ford F1 im Jahre 1951. Die Frontscheibe wurde zur verbesserten Rundumsicht vergrößert. Kotflügel und Grill wurden etwas überarbeitet. Zwei Ausstattungslinien wurden eingeführt. Neben der Standardausführung (Standard-Fünf-Sterne-Cab) gab es nun auch das höherwertigere Deluxe-Fünf-Sterne-Extra-Cab. Bei dieser wurde die Geräuschdämmung nochmals verbessert, zweifarbige Sitzpolster und helle Metallverkleidungen an der Windschutz- und Lüftungsscheibe angeboten. Die Türen verfügten über Armlehnen.

Angetrieben wurde der Ford F 1 wahlweise durch einen 3,7-Liter-Sechszylinder mit einer Leistung von 95 PS oder einem 3,9-Liter-V8 mit 100 PS. 1952 wurden die Motoren durch einen neuen 3,5-Liter-Sechszylinder mit 101 PS ersetzt. Diese Motoren waren sehr sparsam und brachten ihm den Beinamen „Cost Clipper Six“ ein. Die Kraftübertragung erfolgte standardmäßig mittels Dreigang-Schaltgetriebe. Ab der Serie F 4 kam ein Viergang-, bei den großen F 7 und F 8 ein Fünfgang-Getriebe zum Einsatz.

1953 endete die Produktion des Ford F 1. In diesem Jahr feierte Ford das 50-jährige Bestehen des Unternehmens. Sein Nachfolger, der F 100, ging an den Start. Mit ihm begann die noch heute gültige Typenbezeichnung in drei Ziffern. Eine offizielle Erklärung dafür gibt es nicht. Es wird angenommen, dass das erste Überschallkampfflugzeug der amerikanischen Luftwaffe, der F-100 Sabre, Namensgeber war. Nach dem Ende des Koreakriegs arbeiteten die Amerikaner wieder auf den Wohlstand hin, den sie nach dem Zweiten Weltkrieg hatten. Was lag da näher, als den komplett neugestalteten und schnittigen Pickup nach diesem Kampfjet zu benennen?

Amerikanischen Lifestyle leben!

Ford F 1 Oldtimer

Besitzer eines Ford F 1 leben ein Stück des amerikanischen Traumes. Und das ist nicht zwangsläufig sehr aufwändig. Technisch ist der Pickup solide gebaut und birgt kaum Überraschungen. Bei guter Pflege und sorgsamem Umgang sind die Triebwerke nahezu unkaputtbar. Wie bei allen alten Autos sind auch Ford F 1-Oldtimer nicht vor Rost gefeit. Hier sollte unbedingt genau hingeschaut werden. Flugrost ist meist leicht reparabel. Durchrostungen sind entscheidend umständlicher zu beheben.

Technisch versierte Schrauber, die Erfahrung mit den Eigentümlichkeiten amerikanischer Fahrzeugtechnik haben, können Vieles selbst reparieren. Vorausgesetzt, die richtigen Werkzeuge stehen zur Verfügung.

Die Ersatzteilversorgung ist aufgrund einer großen Verbreitung und Fangemeinde in den USA recht zuverlässig. Jedoch müssen Teile selbst importiert werden.

FAQ

Wann wurde der Ford F 1 gebaut?

1947 begann die Produktion des F 1. Im Januar 1948 war der offizielle Verkaufsstart. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde die F-Serie in 16 amerikanischen Werken gebaut. 1953 endete die Produktion und sein Nachfolger, der Ford F 100, übernahm.

Was für Motoren sind im Ford F 1 verbaut?

Zu Beginn gab es zwei Motoren. Einen Sechszylinder mit 3,7 Liter Hubraum und 95 PS sowie einen 3,9 Liter großen V8 mit 100 PS. Ab 1952 wurden beide Motoren durch einen 3,5-Liter V6 ersetzt. Dieser leistete 101 PS und zeichnete sich durch seine Sparsamkeit aus.

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