Opel Manta: Verkannter Individualist!

Opel Manta A

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Opel Manta Oldtimer

Es begann am Timmendorfer Strand. 1970 wurde Opels Rochen erstmals präsentiert. Die Rüsselsheimer reagierten mit dem anfangs „Projekt 1450“ genannten Fahrzeug auf den Ford Capri. Seinerzeit für den amerikanischen Markt entstanden, fand der kompakte, sportliche Fahrzeugtyp schnell Freunde in Europa. Der Opel Manta A wurde ein großer Erfolg. Jedoch mussten die Besitzer auch viel Spott ertragen. Unzählige Manta-Witze, besonders aus der konkurrierenden VW Golf GTI-Szene, kursierten. Heute können die stolzen Besitzer eines Mantas genüsslich in den Blicken der begeisterten Zuschauer baden. Der Opel Manta war, ist und bleibt ein ganz besonderer Typ im deutschen Automobilbau.

Aufstieg und Absturz einer Legende!

Opel Manta A: Eine Erfolgsgeschichte

Opel Manta A

Mit dem Ende der 1960er Jahre schwappte eine Welle nach Europa. Sportliche und fließende Formen brachte der 1968 vorgestellte Ford Capri mit sich und wurde schnell von Erfolg gekrönt. Opel erkannte das Potenzial und entwickelte mit dem Projekt 1450 einen ernstzunehmenden Konkurrenten. Mit diesem, später Manta genannten, Modell erreichte Opel in kurzer Zeit die Herzen der Kundschaft. Selbst in Amerika wurde er recht gut verkauft. Etwa 170.000 Käufer entschieden sich für den deutschen Wagen.

Die sportliche Karosserie verbarg allerdings keine Hochleistungstechnik. Die Motoren erreichten zwischen 60 und 105 PS. Das Basismodell machte so eine Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h möglich. Das Spitzenmodell Opel Manta GT/E schaffte es immerhin auf 188 km/h.

Motoren des Opel Manta A

MotorPSkWBauzeit
1200S60441972-1975
160068501970-1975
1600S80591970-1975
1900S90661971-1975
GT/E105771974-1975

Äußerlich hat der Opel Manta seine Verwandtschaft mit dem Ascona nie verborgen. Auch technisch ist der Manta in vielen Teilen identisch. Aufgrund der eher schwachen Leistung, die eben vielen Besitzern nicht zur dynamischen Optik passte, wurden nicht wenige Manta umfangreichen Tuningmaßnahmen unterzogen. So entstanden auch einige Fahrzeuge mit leistungsstärkeren Sechszylindern, manchmal auch mit Turboaufladung.

Eine wirkliche Revolution war das Fahrwerk nicht. Jedoch ist es solide und stellt auch heute keinen ambitionierten Schrauber vor Rätsel. Die sogenannte Zentralgelenkachse war eine Starrachse mit Schraubenfedern, Panhardstab und Längsträgern, wie sie schon im Opel Kadett B verbaut wurde. Die Vorderräder waren einzeln an unterschiedlich langen Querlenkern aufgehangen. Angetrieben wurde das fünfsitzige Coupe über die Hinterräder.

Neben dem Basismodell bot Opel den Manta in drei Ausstattungsvarianten an:

  • Opel Manta L
  • Opel Manta SR
  • Opel Manta GT/E

Für die damalige Zeit war der Manta ein qualitativ hochwertiges Auto, welches auf dem deutschen Markt durchaus beachtliche Verkaufserfolge erzielte. Fast eine halbe Million Manta A wurden hergestellt.

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Opel Manta B: Der tiefe Fall

Opel Manta B

Der optisch modernisierte Opel Manta B kam ab August 1975 zu den Händlern. Bereits zum Verkaufsstart kam es zu einem peinlichen Fauxpas. Die Werbekampagnen mit Texten wie:

„Ich träumte, ich wäre im neuen Opel Manta mit Caroline durch Monaco gefahren” oder

„Ich träumte, ich hätte im neuen Opel Manta dem Champion den Grandprix abgejagt“

schreckten viele potenzielle Käufer ab. Die Filme „Manta“ und „Manta Manta“ verschlechterten das Image des Rüsselsheimers weiter.

Technisch war er wie sein Vorgänger mit dem zur selben Zeit vorgestellten Opel Ascona weitgehend identisch. Der Manta B nutzte dieselbe Plattform, wurde lediglich im Radstand verlängert. Anders als sein Vorgänger hatte er nun eckige Scheinwerfer und einen integrierten Überrollbügel. Die Nachfrage nach stärkeren Antrieben bediente Opel mit einer größeren Motorenpalette. Ab 1981 waren auch 2,0-Liter-Motoren mit 110 PS erhältlich.

Heute ein besonders begehrter Oldtimer ist der Opel Manta 400. Eigentlich als reines Wettbewerbsfahrzeug entwickelt musste er aufgrund des Reglements im Motorsport zumindest in einer Kleinserie von 200 Stück gebaut werden. Ausgestattet war dieses Modell mit einem 2,4-Liter-Sechszylindermotor. Die Leistung von serienmäßig 144 PS brachten dem nur 960 Kilogramm schweren Manta recht sportliche Fahrleistungen. Für den Rennsport waren bis zu 272 PS möglich. Neben der sogenannten „schmalen Karosserie“ konnte auch eine Rallye-Version bestellt werden. Die Rallye-Breitbauversion besaß Kotflügelverbreiterungen aus GFK vorn und hinten sowie breitere Reifen.

Auch der Manta i zählt zu den sportlichen Raritäten. Hier handelt es sich um Modelle, welche von Irmscher veredelt wurden. Der Manta i200 wurde mit einem leicht modifizierten 2,0-Liter-Motor mit 125 PS angeboten. Irmscher hat 3.074 Exemplare gebaut.

1988 lief die Produktion des Opel Manta aus. Erst 1990 folgte ein neues sportliches Coupé von Opel. Der Opel Calibra ist neben dem Opel Astra-Coupé das letzte sportliche Coupe aus Rüsselsheim.

Einst verlacht, heute begehrter Oldtimer

Oldtimer

Unverbastelte Opel Manta im Originalzustand sind heute echte Raritäten. Nicht nur in den Manta-Filmen wurde getunt und umgebaut. Viele Exemplare mussten sich individuellen Tuningmaßnahmen unterziehen. Eine Wiederherstellung des Originalzustandes bei verbastelten Mantas ist oft mit hohem Geld- und Zeiteinsatz verbunden. Von den insgesamt 1.056.436 Mantas der ersten und zweiten Serie gibt es nur noch eine überschaubare Anzahl guter Exemplare. Besonders gefragt sind die Modelle der ersten Serie.

Der größte Feind des Manta ist der Rost. Insbesondere an den Stehblechen und Kotflügelkanten, den Schwellern und Hinterachsaufnahmen sowie über den Scheinwerfern sollte auf Korrosion geprüft werden. Auch der untere Bereich der Dachsäulen und der Kofferraumboden sollte untersucht werden. Technisch sind bei nicht getunten Modellen meist keine Überraschungen zu erwarten. Auf Ölundichtigkeiten, Haarrisse im Zylinderkopf und verschlissene Nockenwellen sollte dennoch geachtet werden.

Die Ersatzteilversorgung für die Modelle ist recht gut. Durch den Einsatz von Großserientechnik aus Opel Ascona, Opel Rekord und Opel Kadett steht beinahe alles zur Verfügung. Auch die Reparaturfreundlichkeit ist gegeben. Ambitionierte Schrauber können vieles in Eigenregie reparieren und warten.

FAQ

Welche Motorisierung des Opel Manta ist die beste?

Als robust und relativ sportlich haben sich die 2,0-Liter-Triebwerke ab 1978 erwiesen. Es gab sie mit einer Leistung von 100 und 115 PS.

Wieviel kostet ein Opel Manta?

Gute Exemplare sind rar! Für gut erhaltene Fahrzeuge im Originalzustand werden heute fünfstellige Summen aufgerufen. Sondermodelle wie der Manta 400 oder Manta i200 werden weit höher gehandelt.

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